In deiner Mitte

Wenn wir davon sprechen dem Hund (und Mensch) in seine Mitte zu verhelfen hat das den Hintergrund, dass ausgeglichene Hunde, die sie selbst sein dürfen mit all ihren Stärken und Schwächen, viel besser mit allem möglichen umgehen können. Sie sind toleranter, können ein Auge zu drücken, wissen was sie können und was nicht und handeln danach und können mit Außenreizen jeglicher Art cooler umgehen.

 

Denk daran, wie du (wie die meisten Menschen) ständig die Luft anhaltenmusst , dich unwohl fühlst, aufpassen musst was du sagst oder einfach gar nicht weißt, wer du wirklich bist, weil du Mauern um dich gebaut hast oder es vergessen hast aufgrund verschiedener Konditionierungen. So bist du dann nicht sehr selbstsicher, bist eigentlich ständig angespannt, weil du überall achtsam sein musst - da ist es klar, dass du auch wenig flexibel bist und schnell aus der Haut fährst, oder?

Deshalb ist uns bei HSS so wichtig, den Hund wirklich zu erkennen, was hinter seinem Verhaltensproblem steht und ihm dann in seine Mitte zu helfen.

 

Stell dir einmal ein Pendel vor deinem inneren Auge vor. Es schwingt weit aus und bleibt im einem Extrem stehen. Das ist unnatürlich? Ja, ist es! Aber dort stehen viele Hunde. In Extremen. Extrem durchkonditioniert, extrem devot, extrem ängstlich, extrem aggressiv, extrem abgeschaltet. Extreme sind nie gesund und dort stehen zu bleiben erst recht nicht.

Ein Pendel muss schwingen, wenn das Pendel aber dort auf Anschlag fest hing, schwingt es zunächst mit einer riesigen Energie ins andere Extrem. Um in die gesunde Mitte zu gelangen, muss es sich einpendeln.

Ist es nun in der Mitte angelangt kehrt Ruhe ein und Entspannung. Das heißt aber nicht, dass es dort stehen soll. Es darf und muss sogar weiter schwingen, denn Leben heißt Bewegung, heißt pulsierende Energie. Aber das Pendel wird eher selten wieder ausschlagen, sondern vielmehr immer um den Mittelpunkt herum schwingen.

 

Das bedeutet, ein Hund in seiner Mitte, ist auch mal gestresst, ist auch mal deutlicher in seinen Aussagen, ist vielleicht auch mal unsicher, ABER er hängt weder dort fest noch wird er groß ausrasten oder wieder in ein Extrem rutschen (außer der Mensch vermasselt es im hohen Maß).

 

Das bedeutet auch, ein Hund der an nichts interessiert ist, nichts wirklich wahrnimmt und sich aus allem rauszieht ist NICHT in seiner Mitte. Dieser Hund ist weder souverän noch cool, dieser Hund ist abgeschaltet und damit in einem Extrem gefangen.

 

Wir müssen wieder genau hinsehen, hinfühlen, hinhören. Bei den Hunden , wie auch bei uns.

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