Details in der Hundesprache

"Das Zucken einer Augenbraue, und sei es noch so unscheinbar, kann mehr ausdrücken als hundert Worte." Charlie Chaplin

 

Wie wir Menschen haben auch Hunde eine komplexe, detaillierte, subtile Sprache, die es von uns zu erlernen gilt. Der Hund soll uns verstehen, dann bitte sollten wir auch unseren Hund verstehen.

 

Und ich meine wirklich verstehen, wenn ich das sage. Nur weil Hunde sich nicht beißen, spielen sie nicht. Wenn sie rumrennen, spielen sie mitunter nicht. Wenn sie knurren, sind sie nicht negativ aggressiv. Wenn ein Hund einen anderen bedrängt und seine Kommunikation nicht annimmt, ist er nicht einfach respektlos, sondern KANN die Grenze vielleicht nicht annehmen.

Eine Vorderkörpertiefstellung heißt nicht immer Spielen, Aufreiten ist seltenst sexuell bedingt, Rute wedeln heißt nicht Freude und so weiter.

 

Zum einen müssen wir bei der Kommunikation unserer Hunde alles ansehen, also wirklich alles.

Wir sprechen mit allem am Körper, Hunde tun dies auch. Gleichzeitg steht nicht ein Signal alleine da, sondern es gilt die Signale insgesamt zu sehen und den Kontext zu betrachten - erst dann kann eine Interpretation erfolgen.

 

Ja, es ist wichtig genau diese Details zu erkennen - ein langer Lippenspalt, ist ein langer Lippenspalt und zeigt, dass der Hund Stress hat. Angeklappte/verschwundene Ohren kann man nicht übersehen - in Verbindung mit dem langen Lippenspalt und aufgerissenen Augen hat der Hund großen Stress.

 

Hunde können auch ihre Lippen zum Drohen spitzen und das so dezent, dass es kaum auffällt. Das Gegenüber jedoch nimmt das wahr. Also sollten auch wir das wahrnehmen.

 

Den Hund zu verstehen bedeuten, den Umgang mit ihm jederzeit anpassen zu können, aufeinander eingehen zu können. Genauso kann man erkennen, welcher Hundekontakt dem eigenen Hund gut tu, wo er sich wohl fühlt oder wo er eigentlich gar nicht hin will und das mehrmals dezent/oder weniger dezent ausdrückt.

 

An Kleinigkeiten kann man in einer Erst-Hundebegnung erkennen, wie wohl die hunde sich miteinander fühlen und somit wissen, ob wir weiter gemeinsam laufen oder uns trennen.

 

Kommunikation ist keine Einbahnstraße, noch dazu können wir so viel lernen.

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