| Grenzen kommunizieren unter Hunden |


Das Thema Grenzen ist für mich gerade sehr präsent, weil ich Videos einer Hundeschule gesehen habe, wo ein Hund der als souverän gilt andere Hunde verprügelt und dies als Lerneffekt für den "Begrenzten" angesehen wird.
Dazu eines vorne weg: Ein souveräner Leader (also Entscheidungsträger) würde seinen passenden Partner NIE NIE NIE verprügeln! So kann kein nachhaltiges Lernen und Entwicklung für den Hund statt finden und das ist ja das Ziel bei Grenzen fürs Miteinander.
Denn, was lernt der verprügelte Hund?
"Ich darf mich diesem Hund nicht nähern, sonst haut der mir eine rein. Stress/Unsicherheit empfinde ich weiterhin in seiner Gegenwart, aber ich meide ihn" oder "wie man respektvoll mit Hunden umgeht weiß ich dennoch nicht und bin bei anderen weiterhin so" sodass er irgendwann lernt "Hunde sind kacke, die verprügeln mich immer und ich weiß immer noch nicht, wie man sich respektvoll ruhig verhält"
Was lernt der Hund, der ständig andere begrenzen soll?
Wenn er es von seinem Typ/seiner Essenz her gar nicht kann Hunde zu führen, lernt er, dass er sich ständig um Hunde kümmern muss und sein Mensch ihm nicht hilft. Er entwickelt Führungsverhalten, welches ihn hart und unnahbar werden lässt, weil es nicht seine Kompetenz ist. Bei selbstständigen Partnern auch ziemlich fatal - merkt man, wenn sie dann mal auf ihren passenden Leader treffen, der ihnen diese Führung abnehmen will. Sie laden sich nämlich sehr viel Bürde auf - es tut den Partnertypen einfach nicht gut, sie sind dafür nicht gemacht.
Wenn der Hund Hunde führen kann von seiner Kompetenz her, aber leider immer auf die falschen Hunde trifft, wo Kommunikation nicht ineinander greift, lernt er, dass er immer härter werden muss um gehört zu werden, dass Führen keine Freude bringt, dass Hunde Stress bedeuten und er sie irgendwann richtig doof findet.
Grenzen setzen unter passenden Hunden hat sehr viel Leichtigkeit und spielerische Züge in sich. Ich sehe das unter anderem bei meinen beiden, wenn sie im Garten miteinander agieren. Es wird sich ausprobiert und gefordert. Manchmal klappt es, manchmal nicht, das ist der Sinn am Probieren. So kommen beide weiter und keiner verliert einen Zacken aus der Krone, wenn eine Grenze mal nicht klappt. Es geht ums Üben - Grenzen setzen vom Leader, Grenzen annehmen vom Partner, damits im Ernstfall draußen dann reibungslos klappt und damit einfach jeder in seine Mitte kommen kann und kein Verhalten zeigen muss, dass ihm nicht liegt.

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