Das Wunder im Problem

Veränderungen geschehen im Inneren und "Probleme"/Baustellen lösen sich nur dann auf, wenn die Ursache bearbeitet wird.

Nach langer Zeit möchte ich wieder etwas schreiben. Nach dem Seminar im Februar fehlte mir einfach die Lust/Kreativität/Energie dazu. Und ich finde es dann sinnvoller, einfach nichts zu schreiben, als einen oberflächlichen Text zu produzieren nur damit ich etwas Neues darbringen kann. Ich denke, ihr versteht das <3 

Und heute nun hat es mich gepackt und ich möchte euch unbedingt dieses kleine Video zeigen. Kurz vorm zweiten Teil des HSS-Seminars, befinden sich Damon und ich quasi sehr nahe am Gipfel unseres steinigen Weges. Wir können tatsächlich gemütlich durch ein Wäldchen schlendern (nagut es ist ein kleiner Park mit Waldcharme, aber durchaus mit einigen großen Reizen. Und keine Sorge, die Brut- und Setzzeit respektieren wir absolut!).

Ist das Zwitschern nicht herrlich? Genau so hab ich mir das immer gewünscht - mit Damon entspannt und im Einklang den Wald genießen und den Gesängen der Natur lauschen. Das Beste aber, hab ich leider nicht gefilmt. Kurz nachdem ich die Kamera abschaltete, kamen wir an eine nicht einsehbare Kreuzung. Ich schwenkte nach Links und blickte aus einem Gefühl heraus nach rechts. Da kamen ein Mann und sein kleiner Hund angeleint auf uns zu, in etwa 8m Entfernung. Ein Abstand, den Damon früher nicht ignoriert hätte und wo er dann zum Hund hin wäre, ganz gleich, was ich gesagt hätte. In dem Moment dachte ich noch "Mist", doch Damon hatte sich schon entschieden mit in meine Richtung zu gehen und beachtete den Hund nicht mehr. Ich war sprachlos, wollte ihn kurzzeitig anleinen, damit er nicht doch noch zurück rannte, dachte aber dann, dass ich ihm genau jetzt endlich mein Vertrauen schenken sollte. Es war goldrichtig, denn wir liefen gemeinsam in unsere Richtung weiter, als wäre nichts. Mich überkam so viel Stolz - auf Damon, aber auch auf mich. Denn das zeigte mir, dass ich die Ursache dieses Problems behoben bzw wohl zum Großteil aufgearbeitet hatte. Und das ohne am Problem direkt zu werkeln.

Das ist nämlich genau der Punkt. Wir neigen dazu, das, was uns nicht gefällt beseitigen zu wollen. Und das so schnell und einfach wie möglich. Auf diese Weise, beseitigen wir aber nichts, niemals. Wir deckeln einfach nur das Thema ohne den Grund dafür zu erkennen. Die Ursache wird stets wieder kommen, nur mit einem anderen Namen - eine neue Baustelle, eine Krankheit oder eine andere Auffälligkeit.

All das, was uns triggert, uns ärgert, uns beschäftigt, passiert nicht ohne Grund. Diese Themen bewegen etwas in uns, dass gesehen werden möchte, aufgearbeitet werden möchte und genau zu diesem Zeitpunkt an der Reihe ist. Und es bleibt so lange "ein Problem" bis wir den Kern wahrnehmen.

Du kannst eine Veränderung nicht von Außen erzwingen; nicht mit Kommandos, mit Bestechung, mit Ablenkung, nicht mit Medikamenten oder anderen Dingen, die wir Menschen uns ausdachten um alles unter Kontrolle zu haben. Veränderung geschieht tief im Inneren, in dir selbst. Alle Probleme, Ärgernisse und Krankheiten wollen dir nur aufzeigen, was da aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Also könnte doch beim nächsten Mal, wo du denkst "So ein Mist, warum machst du...warum passiert das...!", deine erste Antwort lauten "Vielen Dank"  :)

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