Zuhören

Kurz vorm Jahreswechsel wollte ich mich doch noch einmal zu Wort melden :)

Ich habe seit kurzem angefangen noch genauer auf Damon zu achten, um genau zu sein auf Stoppversuche seinerseits. Das heißt, stupst er mir in die Hand oder an meine Beine heißt das zu 90%, dass ich bitte stehen bleiben soll, meist damit er sich umsehen kann oder weil er einen Reiz bemerkt. Als ich das erste Mal auf seine Aufforderung einging, da hingegen war er sehr fein, er kreuzte nämlich nur meinen Weg, stand er da und war verdattert. Ich fragte ihn dann „Und was jetzt? Was möchtest du?“. Er sah mich noch erstaunter an. Er schien nicht darauf gefasst zu sein, dass ich tatsächlich sein Stopp bemerkte und hatte zunächst keinen Plan, was er jetzt machen wollte. Nach kurzer Überlegung, ließ er mich stehen und schnüffelte in der Gegend rum. Irgendwann legte er sich auf die Wiese und sah aus wie ein König für den es jetzt so passte. So hätte es jetzt nach seiner Meinung bleiben können, wahrscheinlich für die nächsten Stunden. Da es aber kalt war und windig, bat ich ihn, ob wir denn dann nicht lieber wieder rein gehen wollen. Gnädig wie er ist, erlöste er mich von meinem Stehplatz. Er lief zu mir, lief an mir vorbei und zog mich mit zurück zum Haus. Dieses Mitziehen (meist mit Blick oder nur energetisch durchs Vorbeigehen um mich quasi abzuholen) bemerke ich jetzt, da ich darauf achte, sehr sehr oft. Weihnachten verbrachten wir ja bei meiner Omi auf dem Land. Am Waldrand schnappte Damon sich ständig einen Stock, sah mich an und lief mit Blick zu mir davon. Er zog mich mit und da ich nun endlich darauf einging, hatten wir einen heiden Spaß beim Ressourcenspiel. Als wir am Abend noch einmal zum Schnuppern auf diese Waldrand-Wiese gingen, entdeckte Damon einen „Schatz“. Es war stockfinster, ich hatte nur eine Stirnlampe auf und Damon blieb an einer Stelle stehen und wollte partout nicht weiter. Er sah zu mir und auf den Boden und wieder zu mir. Ich ging zu ihm und erschrak erstmal. Damon hatte ein Tierskelett entdeckt. Schädel, Wirbelsäule, Rippen und Hüfte befanden sich noch daran. In meinem „Schock“ sagte ich Damon natürlich noch, was für einen grandiosen Schatz er da gefunden hat und wie begeistert ich war. Er sah richtig stolz daraufhin aus. Da ich aber nicht wusste, was das für ein Tier war und ob es vielleicht an einer Krankheit gestorben ist, erklärte ich Damon dies und dass wir es deshalb liegen lassen. Ich habe Fotos gemacht, damit ich mit meiner Familie noch darüber reden konnte. Wir kamen zum Schluss, dass es sich vermutlich um einen Vogel handelte, eine Gans oder ähnliches. Der örtliche Jäger, welcher gleich im Nachbarhaus wohnt, entschied sich auch für einen Vogel und kümmerte sich darum.

Damon war der Held des Tages und stolzierte mit durch gedrückten Gelenken umher.

Seit ich nun auf Damons feine Signale reagiere, vertieft sich unsere Verbindung noch einmal mehr. Im Wald bei meiner Omi war er zwar auch wieder aufgeregt, aber immer ansprechbar.

Der ganze Weihnachtstrubel und –stress hat auch mich erfasst bzw. nahm ich den Stress und die negativen Energie der Kunden auf Arbeit und der Menschen in meiner Nähe auf und Damon reflektierte das. Er hörte mir nicht zu, zog sehr oft an der Leine und achtete selten auf mich. Nun, da das alles wieder langsam verfliegt, finde auch ich wieder besser zu mir und diese Veränderung spüre ich wiederum bei Damon. Auch er kann wieder besser durchatmen und kann mit mir in den Dialog treten. Heute Vormittag zum Beispiel wollten wir aufs Feld gehen, jedoch bemerkte ich wie überfordert der kleine Oops mit den Gerüchen und Reizen dort war. Ich entschied mich nur auf der Wiese zu verweilen und Oops Ruhe zu schenken. Damon ließ ich die Wiese erkunden. Dieser aber kam immer wieder zu uns und stellte sich an Oopsis Seite. Er rahmte ihn mit mir gemeinsam und ließ ihm aber dann wieder Raum. Ich war ganz bewegt und schenkte Damon sehr wertschätzende Blicke. Nach einer Weile wollte ich nun den Rückweg antreten. Ich ging mit Oops los, Damon jedoch blieb in Entfernung stehen und sah uns ratlos an. „Wie jetzt, ich dachte wir gehen aufs Feld?“ sagte sein Blick. Als ich ihm erklärte, dass Oops das nicht leisten kann heute, lief er zu uns. Kurz vor uns bog er an uns vorbei und drehte wieder Richtung Feld. Er wollte uns mitziehen. Ich erklärte es ihm noch einmal und er gab nach. Als ich ihn anleinte gab er mir sogar eine Sozialgeste in Form eines Wangenstupsers. Ich schätze, er fand meine Entscheidung doch ganz gut. Auf dem Rückweg nun, kam uns ein Hund entgegen. Wir wechselten die Straßenseite, da der Fußweg uns zu eng war für 3 Hunde. Auf der anderen Seite kam uns aber auch ein Hund entgegen, der erstarrt stehen blieb. Sein Frauchen wollte umkehren, der Hund aber legte sich hin. Da kein Auto auf der Straße war, ging ich mit meinen beiden auf die Straße um zwischen beiden Hunden entlang zu gehen. Damon war etwas überfordert beiden Hunden mitzuteilen, dass er Abstand wollte. Ich atmete tief durch und so gelang es ihm entspannter zu werden. Ein „wuuuuuuuuuh“ zu beiden musste dennoch gesagt werden. Die Frau mit dem „liegengebliebenen“ Hund bedankte sich sogar noch bei uns, was ich gar nicht erwartet hätte und mich umso mehr freute.

Nun soll man ja immer sagen, was man sich für das neue Jahr vornimmt. Da ich aber im Jetzt leben möchte und nicht an Morgen rumdenken will, entscheide ich mich dafür, mir gar nichts vor zu nehmen. Ich schau mir an, was sich entwickelt, was mir zu fliegt, an was ich arbeiten werde und handle demnach. Ich lass mich überraschen und freue mich auf weitere Herausforderungen. Und so wünsche ich es auch euch. Startet mit viel Neugierde, Sehnsucht nach euch selbst und Positivität in das nächste Jahr. Lasst euch auch mal fallen und verweilt ein bisschen.

Fühlt euch gedrückt!

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